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Ärzte organisieren sich EWR-konform
26. Januar 2004

Eine Körperschaft öffentlichen Rechts vertritt nun die Interessen der Mediziner

Ärztevereinspräsident Norbert Hilty hat sein Amt niedergelegt. Der Verein hat ausgedient, neue Standesvertretung der Ärzteschaft ist eine Kammer - ihr Präsident: Marco Ospelt.

VON SHUSHA MAIER

Liechtensteins Ärzte haben eine neue Standesvertretung. Am Samstag fand die Gründungsversammlung der Ärztekammer statt. Bei dieser Versammlung wurden auch der Präsident und vier Vorstandsmitglieder gewählt und die Geschäftsordnung beschlossen. Marco Ospelt, Allgemeinmediziner aus Triesen, wurde zum ersten Präsidenten der liechtensteinischen Ärztekammer gewählt. Vizepräsidentin ist die Kinderärztin Dorothee Laternser, Abgeordnete der VU. Als weitere Mitglieder des Vorstandes bestellte die Plenarversammlung Ruth Kranz, Christoph Wanger und Ecki Hermann. Die Mandatsperiode des Vorstandes beträgt drei Jahre. Seine erste Aufgabe wird nun die Organisation der neuen Kammer sein.

Lange Vorlaufzeit

Der Ruf nach einer Ärztekammer wurde bereits Mitte der 90er Jahre laut, als die Ärztezahl stetig zuzunehmen begann und deshalb die bestehende Standesvertretung - der Ärzteverein - nicht mehr als adäquat betrachtet wurde. Erst mit dem im Herbst 2003 beschlossenen neuen Ärztegesetz ist aber die gesetzliche Grundlage zur Bildung einer Kammer geschaffen worden. Alle in Liechtenstein eingetragenen Ärzte, so ist beschlossen worden, bilden künftig eine eigene Standesvertretung in Form einer eigenen Ärztekammer. Sie gilt als Körperschaft des öffentlichen Rechts und wird von den Mitgliedern in Selbstverwaltung geführt.

Im Dienste der Bevölkerung

Die Ärztekammer vertritt künftig die Interessen der liechtensteinischen Ärzteschaft und soll zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Mitgliedern beitragen. Der Kammer wird auch die Erledigung einer Reihe von Aufgaben der öffentlichen Gesundheitspflege übertragen: Sie wird in diesem Bereich die Regierung beraten, soll die ärztliche Fortbildung fördern und im Bewilligungsverfahren bei der Zulassung von neuen Ärzten mitwirken. Zudem wird die Ärztekammer die Organisation von Notdiensten regeln. Allgemein gesehen, sorgt die Kammer also unter Wahrung des öffentlichen Interesses für die Wahrung des ärztlichen Berufsansehens und der ärztlichen Berufspflichten.
Ganz in diesem Sinne sieht auch die neue Vizepräsidentin Dorothee Laternser ihr Amt. Sie sagt: «Ich möchte allen für das Vertrauen danken, das mit dieser Wahl in mich gesetzt wurde. Ich werde mich bemühen, gute Arbeit zu leisten - Arbeit im Dienste der liechtensteinischen Bevölkerung.» Dem schliesst sich auch Präsident Marco Ospelt an: «Die Kammer vertritt zwar die Interessen der Ärzte, dabei muss sie aber stets den Interessen der Patienten verpflichtet bleiben.» Diese Verpflichtung gegenüber den Patienten werde der Vorstand bei seinen Aufgaben stets vor Augen haben.

Schritt halten mit den Entwicklungen

Die Vorstandsmitglieder des aufgelösten Ärztevereins und in erster Linie dessen langjähriger Präsident Norbert Hilty werden dem Leitungsgremium der neuen Ärztekammer bei der Übernahme seinen Aufgaben zur Seite stehen. Dass viel Arbeit auf jeden Einzelnen zukommen wird, ist allen bewusst. Sagte doch auch Regierungsrat und Gesundheitsminister Hansjörg Frick: «Im Ressort Gesundheit ist es nicht möglich, sich zurückzulehnen und zu denken, man hat es geschafft. Die medizinischen Entwicklungen sind derart rasant, dass der Rahmen laufend angepasst werden muss.» Er plädierte daher auf eine gedeihliche Zusammenarbeit von Ärztekammer und Regierung, ein aufeinander Zugehen und miteinander Arbeiten im Sinne einvernehmlicher und rascher Lösungen, nicht zuletzt im Sinne der Patienten.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland, Vaduz / Liechtenstein
Link: http://www.vaterland.li


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